Nickende Distel mit Rotwidderchen (©Susanne Heinrich)BannerbildEiche, Gestütswiese (©Nicole Schwarzenberger)Tauben-Skabiose (©Susanne Heinrich)Bärwurz (©Susanne Heinrich)Feuersalamander (©Mandy Henning-Hahn)Die Oker (©Varinia Lietsch)Schachbrettfalter auf Wiesenflockenblume (©Susanne Heinrich)Die Oker (©Varinia Lietsch)Harzer Rotes Höhenvieh (©Susanne Heinrich)Feldgehölz (©Varinia Lietsch)Schlackenhalde Bredelem, Innerste (©Karl Könecke)Bergwiesen bei Hohegeiß (©Susanne Heinrich)
Instagram   Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Streuobstwiese Hodagswinkel (Seesen) wächst


Bild zur Meldung: Foto: D. Seidig



Im vorangegangenen Artikel vom 25.11.2021 haben wir die Anlage der neuen Streuobstwiese am Hodagswinkel in Seesen vorgestellt. Die Pflanzen der Baumschule Rollwage haben sich seit dem gut entwickelt (so gut sie sich eben in 4 Monaten entwickeln können).

 

Ergänzt wurden die bisherigen 19 hochstämmigen Obstbäume sowie eine Linde nun durch weitere 18 hochstämmige Obstbäume und jeweils einer Mispel und einer Quitte.

 

Es handelt sich auch diesmal um standörtlich angepasste alte Sorten.

 

Am 19.03.2022 rückten erneut ehrenamtliche Helfer (großer Dank an die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Ev.-luth. Kirchengemeinde Seesen) mit Erdbohrer, Spaten, Gießkannen und Muskelkraft an um die Bäume einzupflanzen. Auch dieses Mal wieder unter fachmännischer Leitung von Landwirt Jürgen Hirschfeld, Tim-Florian Meyer (Pfarrer) und Detmar Seidig (Fotos).

 

Warum eine Streuobstwiese anlegen?

  1. Der Ökologische Aspekt: Um zukünftig regional, in einem biologisch wertvollen Naturraum und ohne den Einsatz von Pestiziden Obst zu produzieren, kann die Streuobstwiese eine ernstzunehmende Lösung sein. Sie bietet nicht nur einer großen Anzahl von Tieren einen Lebensraum, sondern ist ebenfalls ein Sortenreservoir für Obstsorten, die sich für den konventionellen Obstanbau nicht eignen.
  2. Der Ökonomische Aspekt: Um die Zukunft unserer Streuobstwiesen zu sichern, ist es meiner Auffassung nach nötig, diese wirtschaftlich zu betreiben. Daher halte ich es völlig legitim, dass man mit seiner Streuobstwiese Geld verdienen möchte. Im Kleinen kann Naturschutz und nachhaltige Lebensmittelproduktion ideologisch getragen sein, im Großen müssen sie sich lohnen. Auf Dauer wird sich die Obstproduktion auf hiesigen Streuobstwiesen nur realisieren lassen, wenn sie wirtschaftlich betrieben werden kann. Ansonsten werden sie nur Liebhaber- und Hobbyobjekte sein und eine ungewisse Zukunft haben.
  3. Langfristige Freude an eigenen Projekten: Beim Anlegen und der Bewirtschaftung einer Streuobstwiese handelt es sich ohne Zweifel um ein Langfristprojekt. Wie oben bereits angesprochen ist die Pflege einer Streuobstwiese ein Marathon und kein Sprint. Darüber hinaus können die ersten Jahre nach der Anlage einer Streuobstwiese durchaus ernüchternd sein. Keine Erträge, die Blattläuse und der Frostspanner fressen die Baumkronen leer und bei den aktuell trockenen Sommern besteht immer die Gefahr, dass der ein oder andere Baum vertrocknet. Deshalb ist es definitiv von Vorteil, wenn man sich langfristig für Dinge begeistern kann und nicht so schnell aufgibt.

 

 

Projektinitiator: Ev. Kirchengemeinde Seesen, Jürgen Hirschfeld

Projektpartner: LPV Goslar e.V.

Projektförderung: Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

 

Bingo Logo  Logo EKG Seesen