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Wasserbüffel als Landschaftspfleger


Bild zur Meldung: Im Schlamm suhlen, wer hätte da nicht seinen Spaß?



Auf den ersten Blick erscheinen die großen schwarzen Tiere (die Bullen mit den langen Hörnern) bedrohlich. Beim näheren Betrachten stellt sich jedoch schnell heraus, dass es sich hier um äußerst gutmütige, freundliche, interessierte und genügsame Tiere handelt. Sie stehen neugierig am Zaun und mit ihren platten Schnauzen zerkauen sie das Gras, welches sie eben noch vom Boden gezupft haben.

 

Wasserbüffel sind aufgrund ihrer Physionomie besonders für Feuchtbereiche sehr geeignet, denn sie sinken mit ihren breit gestellten Klauen nicht so tief in den aufgeweichten Boden ein.

Durch ihre Tritte und durch das typische Suhlen schaffen sie wichtige Strukturen in Feuchtbereichen und sind wahre "Habitatkonstrukteure". Dadurch, dass sie sich gerne in kleinen Teichen und Tümpeln suhlen, schaffen sie neue Wasserpfade und Kuhlen, die widerum optimal für Frösche und Unken sind, da diese hier gerne ablaichen.

 

In vielen Feucht-Beweidungsprojekten zeigten sich bereits nach kurzer Einsatz-Zeit der robusten Büffel wahre Wunder indem längst verschwundene Grasfrösche und Gelbbauchunken plötzlich wieder vor Ort waren, dichte und hohe Hochstaudenvegetationen wurden zu strukturreichen Mosaiken aus Weiderasen und höheren Gras- und Staudenbeständen.

 

Als Wirtschaftstier wurden und werden Wasserbüffel vor allem in südasiatischen Ländern zum Beackern von Reisfeldern genutzt. In Deutschland hingegen ist der Büffel ein reiner Landschaftspfleger und optischer Genuss. Aber natürlich lässt sich auch hervorragender Büffelmozarella aus der Milch gewinnen, sowie leckeres Fleisch.

 

An den Osterfelder Tongruben konnten wir einen der wenigen Halter dieser Tiere in der Region dazu gewinnen, hier Landschaftspflege zu betreiben.

Sollten Sie die Tiere dort entdecken, gilt wie immer: Angucken sehr gerne, aber auf keinen Fall Füttern  ;)

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