Projekt: "Fledermausschutz an der Bärenhöhle"
Das Projekt „Fledermausschutz an der Bärenhöhle“ widmet sich dem langfristigen Schutz eines bedeutenden Fledermaus-Winterquartiers am Königsberg. Die Bärenhöhle, ein ehemaliger Schiefertage- und Untertagebau, wird seit Jahrzehnten von verschiedenen Fledermausarten als Winterquartier genutzt. Das bestehende Schutzgitter aus den späten 1970er bzw. frühen 1980er Jahren ist mittlerweile stark verrostet, wiederholt beschädigt worden und entspricht aufgrund seiner Bauweise mit senkrechten Stäben nicht mehr den heutigen naturschutzfachlichen Anforderungen. Insbesondere größere Arten wie das Große Mausohr sowie sogenannte Felsfledermäuse werden durch die derzeitige Konstruktion in ihrer Nutzung des Quartiers eingeschränkt.
Durch wiederkehrende Beschädigungen des Gitters, Vermüllung sowie die hohe Besucherfrequenz im Umfeld des nahegelegenen Wander- und Familienbereichs kommt es regelmäßig zu Störungen des sensiblen Lebensraums. Eine zeitgemäße Besucherinformation fehlt bislang weitgehend. Ziel des Projekts ist daher nicht nur die nachhaltige Sicherung des Winterquartiers, sondern auch die deutliche Verbesserung der Umweltbildung vor Ort. Besucher sollen frühzeitig für die besondere ökologische Bedeutung der Höhle sensibilisiert werden, um Sachbeschädigungen, Müllablagerungen und Störungen der Tiere langfristig zu reduzieren.
Geplant ist hierfür eine umfassende Neugestaltung des Vorfeldes der Höhle mit einem wetterfesten, vandalismussicheren Informationssystem. Vorgesehen sind vier neue Informationstafeln an einem überdachten Holzrahmenbau, der für Besucher gut zugänglich ist und sowohl Schutz vor Witterung als auch UV-bedingtem Materialverschleiß bietet. Das Projekt befindet sich derzeit in der konkreten Planungsphase. Über die weiteren Entwicklungen und Fortschritte wird fortlaufend informiert.

Ideengeber und Iniator des Projektes:
Siegfried Wielert
Fledermausbeauftragter für den Landkreis Goslar
Die Finanzierung des Projektes konnte durch die Beteiligung des Landkreises Goslar sowie der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung bereits gesichert werden. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken.






















