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Feldmarksgenossenschaft Bettingerode pflegt Kopfweiden


Bild zur Meldung: Bildrechte: A. Wedde, Bettingerode



Bettingerode, Februar 2022:

Der Schamlahbach schlängelt sich in aller Ruhe durch Bettingerode und die umliegende Gemarkung. Das Flüsschen bietet eine kulturhistorische Besonderheit: Kopfweiden säumen das Ufer zu beiden Seiten. Die zum Teil schon viele Jahrzehnte alten Bäume entspringen in ihrer Wuchsform einer historischen Nutzung. Alle paar Jahre werden die Kronenäste der Bäume am Kronengrund fachmännisch abgeschnitten, was im ersten Moment eher ungwohnt aussieht. Diese Form der Pflege fördert aber den geschnittenen Baum und bringt ihn dazu, neue Weidenruten zu schießen. Dadurch die typische "Igelfrisur".

 

Was früher ein gewohntes Bild war, gerät in unserer Zeit mehr und mehr aus dem Blick. Alte Kopfbäume drohen auseinanderzubrechen, da sie aufgrund mangelnder Pflege kaputt gehen.

 

Die Zuständigkeiten für die Unterhaltung und Pflege der Gewässerrandbereiche von Gewässern zweiter Ordnung liegen in zweierlei Händen: zum Einen sorgen die Feldmarkgenossenschaften / Feldmarkinteressentschaften (FG / FI) für die Pflege dieser Bereiche. Zum Anderen sind die Gewässerunterhaltungsverbände in ihren jeweiligen Bereichen für die Gewährleistung der des ordnungsgemäßen Zustandes des Wasserabflusses zuständig. Hier arbeiten beide Akteursgruppen im besten Falle Hand in Hand um die beiderseitigen Interessen zu wahren.

 

Die Feldmarksgenossenschaft Bettingerode (FG) sorgt in der Gemarkung Bettingerode somit für die fachmännische Pflege der Randbereiche und Gehölze.

Damit die Bäume entlang des Uferbereiches "in Schuss" bleiben, wird jedes Jahr im Rahmen einer Begehung festgelegt, wo Maßnahmen nötig sind. Um die Landwirte bei der Pflege zu unterstützen, besteht die Möglichkeit, Fördermittel des Landkreises zu beantragen, die speziell für den Bereich Biotoppflege zur Verfügung stehen. Ein entsprechender Antrag muss daher das Maßnahmengebiet, die Notwendigkeit der Maßnahmen sowie eine Maßnahmenumschreibung und Kostenschätzung beinhalten.

 

Neben den Fördermitteln des Landkreises wurden zudem Fördermittel der Stadt Goslar beantragt, um die Lücke der Eigenbeteiligung so gering wie möglich halten zu können. Die Feldmarksgenossenschaften finanzieren sich größtenteils aus eigenen Mitglieder-Beiträgen und sind somit auf mögliche Fördermittel angewiesen, um ihre wichtigen Aufgaben für die Gemeinschaft wahrnehmen zu können.

 

In Bettingerode wurden die erforderlichen Mittel somit erfolgreich beantragt, um die größere Maßnahme umsetzen zu können.

 

Dafür gab es im Vorfeld eine Vor-Ort-Begehung mit allen Beteiligten sowie der Unteren Naturschutzbehörde Goslar, um die Maßnahme auch naturschutzfachlich abzustimmen.

 

In einem ersten Schritt wurde eine Grob-Pflege durchgeführt. Dafür rückte Firma Löbbecke aus Hornburg mit einem Schneidgreifer am Mobilbagger an, um starke Äste in größeren Höhen entfernen zu können.

Im anschließenden Schritt griffen Mitglieder der FG selbst zur Motorsäge und pflegten in mehreren Wochenendeinsätzen die Bäume fertig.

 

Abschließend wurde das viele Schnittgut zusammengeräumt und an mehreren Stellen aufgehäuft.

In den kommenden Tagen werden diese Haufen mittels eines Mobilhackers kleingehäckslet. Das Häckselgut wird dann als Brennmaterial weiterverwendet.